Antiautoritäre revolutionäre 1.Mai-Demo 2026 in Lübeck

Auch dieses Jahr gab es wieder eine antiautoritäre revolutionäre 1.Mai-Demo in Lübeck.

Wir von der FAU Lübeck, die Schwarzen Scharen Lübeck, reso.media – antikapitalistische Agentur und das Hausprojekt Marlene haben die Demo organisiert.
Motto der Demo dieses Jahr war:

„Föderale Selbstorganisation statt Staat und Klassenkompromiss – einen antiautoritären Sozialismus von unten aus erkämpfen!“

Damit wurde inhaltlich schon im Demo-Motto der antiautoritäre Aspekt der Demo verdeutlicht, welcher uns sehr wichtig ist. In Zeiten, in denen ML-Gruppen an Zulauf gewinnen, leider auch in Lübeck, war es uns wichtig, eine anarchistische und antiautoritäre Alternative anzubieten. Zudem war die Demo erneut inhaltlich Teil der „Global Mayday“-Kampagne, verwendete deren Logo in Banner und Flyern und mit Hinweis auf die Webseite globalmayday.net

Wir verteilten von Beginn der Demo an auch in diesem Jahr viele unserer Verteilzeitungen der „Direkten Aktion“ – der anarchosyndikalistischen Zeitung unserer Gewerkschaftsföderation.
Nach Beginn der Auftaktkundgebung am Lindenteller wurde der erste Redebeitrag gehalten. Die FAU Lübeck thematisierte unter anderem, warum Anarchosyndikalismus/anarchosyndikalistische Basisgewerkschaften wichtig sind, was das für Klasse und Klassenkampf bedeutet und warum es sehr sinnvoll ist, sich innerhalb der FAU zu organisiseren und aktiv zu werden.

Es folgte der grossartige Auftritt des Lübecker Antifa-Chors, im Anschluss daran stellte sich die Demo auf. Die erste Reihe der Demo wurde wieder von FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen) gebildet, die Demo zog mit vielen Parolenrufen und kämpferisch vorbei am DGB-Fest in die Innenstadt zum Klingenberg, wo die Zwischenkundgebung stattfand.

Dort gab es eine revolutionäre Grussbotschaft von einer Genossin des Tea Workers Trade Union Center Bangladesh (TWTUC), in welchem der Kampf der Plantagenarbeiter*innen erwähnt wurde und betont wurde, warum sich unsere revolutionären internationalen Kämpfe aufeinander beziehen und zusammengedacht werden müssen – one World, one Struggle!

Es folgte ein Redebeitrag der Schwarzen Scharen Lübeck. Dieser thematisierte die anarchistische Perspektive und betonte unter anderem, dass diese bedeute, Kämpfe zusammen zu denken mit dem Ziel einer Welt ohne Herrschaft, Ausbeutung und Unterdrückung.

Die Demo zog weiter mit vielen Parolen über die Holstenstrasse zur MUK, wo die Abschlusskundgebung stattfand.

Auf dieser gab es wieder einen Redebeitrag vom Hausprojekt Marlene zu Wohnen im Kapitalismus, zum Mietshäusersyndikat und wie Wohnen in einer nichtkapitalistischen und selbstverwalteten Gesellschaft aussehen könnte. Abschliessend gab es noch einen Redebeitrag von reso.media, der vor allem den anarchistischen Antimilitarismus und strukturelle Gewaltverhälnisse thematisierte und die Frage, warum wir eine soziale Revolution von unten aus brauchen.





Uns hat die Demo große Freude bereitet, die Technik lief dieses Jahr super, es gab viel positives Feedback – und wir haben gezeigt, dass es in Lübeck anarchistische und antiautoritäre Strukturen gibt. Darauf können wir aufbauen.

Danke an alle Beteiligten, auch ganz ausdrücklich danke an den Lübecker Antifa-Chor und allen Teilnehmenden. Wir sehen uns auch im nächsten Jahr wieder auf der Strasse!