Föderale Selbstorganisation statt Staat
und Klassenkompromiss – einen antiautoritären Sozialismus von unten aus erkämpfen!
Weltweit setzt sich der unaufhaltsame Niedergang von Kapitalismus und von jeder Herrschaft fort. Und weltweit erhebt der Autoritarismus erneut sein Haupt.
Brutale Angriffskriege wie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der brutale Angriffskrieg der USA und Israels gegen die islamistische Republik Iran, die kriegerischen Eskalationen im gesamten Nahen Osten, fortgesetzte Genozide in Gaza und in Sudan, brutale Kriege im Jemen und gegen Genoss*innen in Rojava und Myanmar bis hin zu den jüngsten Angriffen auf die Gen Z in Indonesien, Kenia, Madagaskar, Nepal und Togo.
Es scheint, als würden die reaktionären Kräfte alles in ihrer Macht Stehende versuchen, um die Hoffnung auf eine bessere, gleichberechtigtere und freie Welt zu zerstören.
Der Aufstand in Bangladesch im Juli 2024 kann kritisch als ein Moment des Massenkampfes beschrieben werden, in dem die Klasse der Lohnabhängigen große Opfer gebracht hat.
Es schmerzt uns, das anhaltende Leid und die Morde in Regionen wie Kongo (DRK), Gaza, Myanmar, Rojava, Sudan, Iran, Tigray, und Ukraine mitanzusehen. Die lokalen und globalen Armutsverhältnisse verschlimmern sich täglich, während Reiche immer mehr Reichtum anhäufen und sie sich ebenso wie Finanzströme und Waren auf der Welt frei bewegen können. Rechtsradikale werden immer stärker und planen Deportationen und die Welt steuert weiterhin ungebremst auf eine Klimakatastrophe zu.
Anstatt sich gegenüber geflüchteten Menschen solidarisch zu zeigen, offene Grenzen, Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle Menschen zu ermöglichen, schließen sich die bürgerlichen Parteien und Parteien wie das BSW der rechten Hetze an und verschärfen die prekären Lebensbedingungen geflüchteter Menschen weiter. Die Festung Europa wird immer weiter aufgerüstet, weiterhin sterben viele Menschen bei ihrem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen und der Perspektivlosigkeit zu entkommen.
Statt eine friedlichere Welt aufzubauen, frei von imperialistischen Kriegen, wird weltweit massiv aufgerüstet und werden auch hierzulande noch mehr Kriegsgeräte produziert und exportiert.
Wenn wir eine bessere Welt wollen, müssen wir uns selbst organisieren und kämpfen, am Arbeitsplatz, in unseren Schulen und in unseren Vierteln. Und das jenseits des Parlamentarismus und der Parlamente. Wir müssen dies basisdemokratisch, antiautoritär und dezentral-föderalistisch von unten aus organisieren. Denn wir wissen, dass eine soziale Revolution, wie wir sie wollen, nur so erkämpft werden kann. Damit stehen wir im Widerspruch zu zentralistischen Parteikommunist*innen, welche über eine Partei von Kader*innen die Macht erobern wollen.
Die Geschichte hat gezeigt, dass überall, wo leninistische Parteikommunist*innen die Macht erobert haben, die Unterdrückung der Bevölkerung umgesetzt wurde, nicht die Befreiung der lohnabhängigen Klasse oder gar eine sozialistische Gesellschaft.
Vor allem anarchistische und andere antiautoritäre Kräfte waren von dieser Unterdrückung betroffen, sie wurden brutal verfolgt, zerschlagen und unterdrückt.
Es braucht weltweit eine revolutionäre Überwindung von Kapitalismus und Patriarchat, von Rassismus, Neokolonialismus, Antisemitismus und jeglichen Formen von Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung – hin zu einer antiautoritären und sozialistischen Zukunft.
Ob über anarchosyndikalistische Basisgewerkschaften, selbstverwaltete Hausprojekte, die sich vernetzen, linksradikale Verlage, Stadtteilinitiativen, feministische und antirassistische Initiativen, Politgruppen, Bildungsarbeit, Food not Bombs- und Küfa-Initiativen: Netzwerke gegenseitiger Hilfe und Solidarität sind dabei sehr wichtig.
Wir wollen eine Welt der Bewegungsfreiheit und ohne Grenzen, in der das Klima nicht zugunsten der Profite weniger weiter zerstört wird, sondern in der wir alle basisdemokratisch zusammen entscheiden, was und wie produziert und angebaut wird – ohne Profitmaximierung und Konkurrenz. Wir wollen globale Kooperation und gegenseitige Hilfe von unten. Wir wollen das Privateigentum an Produktionsmitteln, Häusern und Grund und Boden überwinden und eine klassenlose, staatenlose und herrschaftsfreie Weltgesellschaft aufbauen.
Der 1. Mai ist unser Tag. Er hat anarchistische Wurzeln im Haymarket-Streik in Chicago 1886, dieses Erbe wollen und werden wir fortsetzen.
Dieses Jahr legen wir als Teil des „Global MayDay“-Bündnisses einen Fokus auf den Kampf der Arbeiter*innen auf den Teeplantagen in Bangladesch. Seit Generationen leiden sie unter systematischer Diskriminierung und Ausbeutung. Um für bessere Bedingungen und perspektivisch für die Befreiung von kapitalistischer Ausbeutung zu kämpfen, organisierten einige von ihnen letztes Jahr die 1. landesweite Konferenz der Tea Workers Trade Union (TWTUC) in Sreemangal.
Organisieren und unterstützen wir uns – international für das gute und gleichberechtigte Leben für alle – weltweit!
Kommt am 1.5.2026 zu unserer antiautoritären revolutionären Demo!
Heraus zum Global May Day 2026!
Bündnis für eine antiautoritäre und revolutionäre 1.Mai-Demonstration in Lübeck
Beteiligte Gruppen:
FAU Lübeck
reso.media – Antikapitalistische Agentur
Schwarze Scharen Lübeck
Hausprojekt Marlene
Diese Demo ist antinational,
wir bitten daher, Partei-, National- und Territorialflaggen
zuhause zu lassen. Danke!

